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Anton Meyer in St. Andrä: Tradition und Innovation in perfekter Symbiose


Die Firma Anton Meyer im Lavanttal verbindet perfekt traditionelle Handwerkskunst mit der Kreativität, die man zur Planung und Gestaltung moderner Lebensräume braucht. Die Umsetzungen reichen von privaten Teilausstattungen bis zu Gesamtausstattungen von Privathäusern oder Gastronomiebetrieben. In jedem Fall punktet das Unternehmen mit Regionalität und hoher Serviceorientierung.

Das Unternehmen in der Kärntner Gemeinde St. Andrä, das im letzten Jahr sein 90-jähriges Bestehen feierte, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Anfänge lagen in einer Sattlerei und Tapeziererei. Über die Jahre entwickelte sich über mehrere Generationen der heutige Betrieb, der sowohl Raumausstattung als auch Möbelhandel umfasst. Seit 2010 wurde die Firma durch Vater Anton und Sohn Anton Meyer jr. gemeinsam geführt, und letzterer übernahm Anfang des Jahres 2017 die alleinverantwortliche Geschäftsführung: "In den 1980er-Jahren noch wurden häufig gesamte Polstergarnituren und ebenso die Wände ganzer Räume tapeziert. Das hat sich dann verändert, und es war klar, dass auch wir uns weiterentwickeln mussten." Denn auch die anderen Ansprüche der Kunden änderten sich. Meyer: "Vor drei Jahren noch kamen Interessenten zu uns, die lediglich einen neuen Bodenbelag oder ein Sofa wollten. Jetzt kommt schon rund ein Drittel der Kunden mit dem Wunsch nach einem Gesamtkonzept. Manchmal betrifft das einen einzelnen Raum, manchmal das ganze Haus."

Der "Wow!"-Effekt

Dort genau sieht Meyer das Ziel, denn eine gesamtheitliche Planung und Ausstattung ist nicht nur optisch attraktiver, sondern spart dem Kunden zudem Zeit und Mühe. Meyer: "Es gibt viele ausgezeichnete Professionisten, aber es ist für den Bauherren aufwendig, die Gewerke zu organisieren und abzustimmen." Wesentlich komfortabler und sicherer ist es, diese Koordination einem Fachmann zu überlassen. Um seine Kunden hinsichtlich Gestaltung noch besser beraten zu können, legte Anton Meyer nicht nur die Meisterprüfung für Tapezierer und Raumausstatter in Salzburg ab, sondern ist auch diplomierter Einrichtungsberater. Zusätzlich sammelte er umfangreiche Erfahrungen in führenden Raumausstatter-Betrieben in Deutschland, bevor er den elterlichen Betrieb übernahm. Er strebt bei jedem Kunden nach dem "Wow!"-Effekt: "Ein neues braunes Kasterl vor einem neuen grünen Sofa macht mein Wohnzimmer zwar vielleicht neu, eine harmonische Gesamtgestaltung ist das aber nicht!" Denn diese reicht vom Boden über die Möbel und Wände bis zur Beleuchtung und ist erst dann wirklich perfekt, wenn alles aufeinander abgestimmt ist und den Kundenwünschen entspricht.

Das große Plus: Regionalität


Hier sieht Meyer einen großen Vorteil für regionale Familienbetriebe: "Wir hören den Kunden zu, begehen gemeinsam mit ihm die Örtlichkeiten und nehmen uns die Zeit für ausführliche Beratungsgespräche. Das bringt uns die Sicherheit, in die richtige Richtung zu planen, und beim Kunden schafft es Vertrauen." Darüber hinaus schätzen Käufer die Stabilität eines regionalen Geschäftes, sie kennen das "Gesicht dahinter" und wissen genau, an wen sie sich mit ihren Anliegen wenden können. Auch kleinere Reparaturen oder Ergänzungen sind dann kein langwieriges Unterfangen und benötigen nicht eine mehrfache Kontaktaufnahme mit unterschiedlichen Ansprechpartnern. Im Falle der Firma Meyer kommt noch eine Besonderheit hinzu. Anton Meyer jun.: "Mein Vater ist 62, ich bin 32. So fühlen sich Kunden mit eher konservativen Ansätzen genauso gut aufgehoben wie jene, die besonders kreative Impulse schätzen. Sie müssen nur wählen!"

Immer dran bleiben

Die Firma Meyer ist Partner der GARANT Austria und der WOHNUNION. Deren übergeordneter Verband, SERVICE&MORE, hat 2016 den "Club 25" ins Leben gerufen - um der nächsten Generation Betriebs-Übernahmen schmackhaft zu machen und sie bestmöglich darauf vorzubereiten. Als aktives Mitglied hat Anton Meyer jun. dort schon einige Erfahrungen ausgetauscht und diese mit seinen Erkenntnissen im betrieblichen Alltag zusammengeführt. "Was uns alle verbindet", so Meyer, "ist unsere Jugend. Diese bringt frischen Wind und neue Ideen, aber wir müssen sie mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein verbinden. Denn wir gestalten die ganz persönlichen Bereiche unserer Kunden, und nur wenn wir voll und ganz hinter unseren Entwürfen stehen, sind wir glaubwürdig und vertrauenserweckend. Da darf uns das Alter unseres Gegenübers nicht aus dem Konzept bringen!"
Aufgrund ihres Alters ist die nächste Generation naturgemäß gerade bei den digitalen Kommunikationsmaßnahmen gefragt. Anton Meyer jun. zu den Online-Potentialen in der Branche: "Eine zeitgemäße Website muss sein - sie ist oft der erste Anknüpfungspunkt. Ebenso sollten soziale Netzwerke genutzt werden, allerdings dienen sie gerade in unserer Branche vor allem der Kontaktaufnahme, denn die Gefühlsebene, die beim Wohnen und Leben so wichtig ist, kann ich mit einem Posting nur bis zu einem gestimmten Punkt ansprechen."

Das besondere Etwas

Die ersten Ursprünge des Unternehmens sind nach wie vor dessen Besonderheit: Die hohe Kunst des Lederprägens. Dieses alte Handwerk beherrschen nur noch wenige in Österreich, bei Anton Meyer allerdings wird diese Tradition noch heute gepflegt. Bereits seit vier Generationen besitzt die Familie Antikprägeplatten zum Pressen von originalgetreuen Ledermustern für Altdeutsche Stühle und Jugendstilsessel. Darüber hinaus können ganz individuelle Muster oder Familienwappen erstellt werden. Bei der Prägung und Restaurierung wird ausschließlich bestes, lohgar gegerbtes Leder verwendet. Auch hier zeigt sich, dass handwerkliches Können keinesfalls Schnee von gestern ist.