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Heimischer Einrichtungsfachhandel trotzt Pandemie: Positive Aussichten trotz fehlender Kontinuität

Seit beinahe zwei Jahren muss sich der heimische Einrichtungsfachhandel – wie alle anderen Sparten auch – mit coronabedingten Schließungen und ständig neuen gesetzlichen Vorgaben herumschlagen. Dennoch: Dank hoher Flexibilität und konstant hoher Nachfrage geht es den Möbelhändlern und Raumausstattern von SERVICE&MORE wirtschaftlich gut. Investitionen in die eigenen vier Wände liegen im Trend, und in Verbindung mit Innovationskraft und Kreativität sind die Aussichten auf 2022 durchaus positiv. 

Der österreichische Einzelhandel im Bereich „Möbel, Heimwerkerbedarf, Elektrowaren“ legte in den ersten neun Monaten 2021 laut Statistik Austria insgesamt nominell mit einem Plus von 6,6 % deutlich zu (real plus 5,1 %). Mag. Christian Wimmer, Geschäftsführer von SERVICE&MORE, der größten Einkaufs- und Dienstleistungsorganisation für KMUs im österreichischen Einrichtungsfachhandel: „Das Vorjahr ist für unsere Branche allgemein und für SERVICE&MORE im Besonderen sehr gut gelaufen. Dieses Feedback haben wir auch von unseren Lieferanten bekommen. Der Herstellerumsatz ist um mehr als 20 % gewachsen. Auch der Außenumsatz unserer Handelspartner weist ein Plus von 17 %, auf knapp 550 Mio. Euro netto, aus. Der Einrichtungsfachhandel ist also gut unterwegs – und unsere Zahlen zeigen, dass wir als Gruppe sogar noch besser performen als der Marktdurchschnitt!“

Lohnende Investitionen
Das Wachstum kommt aus allen Bereichen und dabei gleichermaßen von GARANT Austria und WOHNUNION. Die Möbelhändler und Raumausstatter profitieren davon, dass viele Menschen sich ein neugestaltetes Heim wünschen. Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei eine stetig wachsende Rolle.
Die meisten der 298 Mitglieder des Verbandes haben die Zeichen der Zeit schon längst erkannt und investieren daher kräftig – zum einen in die Digitalisierung ihres Angebots und zum anderen in die ökologische Weiterentwicklung ihres Betriebes. Wimmer: „Schauräume mit E-Ladestationen vor der Tür oder Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach sind nur zwei von vielen Innovationen, die einige Partnerbetriebe von uns bereits umgesetzt haben. Auch E-Fahrzeuge im Fuhrpark werden mehr und mehr zum Standard. Und unseren Handelspartnern kommt es zugute, dass Kundinnen und Kunden heute vermehrt danach fragen, woher die Produkte für ihr Zuhause kommen und wie sie angeliefert werden.“ Darüber hinaus geben regional agierende Familienbetriebe, die mit hochwertigen Produkten handeln, die Sicherheit, „das Richtige zu tun“. 

Werteverschiebung
Diese Philosophie, immer in der Region zu bleiben, Lieferanten sorgsam auszuwählen und auf deren CO2-Fußabdruck und möglichst kurze Transportwege zu achten, macht sich in Zeiten von Rohstoffknappheit und Lieferengpässen besonders bezahlt. Wimmer: „Selbstverständlich leiden wir darunter, wenn für auszuliefernde Geschirrspüler keine Halbleiter zur Verfügung stehen oder der Schaumstoff für Matratzen rar ist. Da geht es uns nicht anders als dem großflächigen Mitbewerb. Allerdings genießen unsere Händlerpartner bei ihren Kundinnen und Kunden aufgrund ihrer persönlichen Beziehung großes Vertrauen. Gerade in einer global agierenden Welt werden Produkte und Leistungen im eigenen Umfeld gesucht, und wenn ein Anbieter für etwas steht und sich um Lösungen bemüht, dann hat das seinen Wert, der von der Kundschaft anerkannt wird.“ Dieses persönliche und menschliche Miteinander sei in der Differenzierung viel wichtiger geworden, und damit könne man heutzutage gut punkten. Wimmer: „Das ist umso wichtiger, da eine Inflation von 4 bis 4,5 % und teurere Materialien zunehmend einem durch Kurzarbeit gesunkenen Haushaltseinkommen oder bereits investierten Ersparnissen gegenüberstehen.“ 

Ruf nach Kontinuität
Wimmer blickt optimistisch ins Jahr 2022, denn die eigene Wohnung und das eigene Haus werden seiner Meinung nach weiter an Bedeutung gewinnen. Zudem bleiben die Zinsen auf den Sparkonten äußerst niedrig. Das gibt dem Fachhandel und somit SERVICE&MORE starken Rückenwind. Dennoch sieht er in ständig geänderten Regeln eine gewisse Gefahr: „Die seitens der Regierung gesetzten Maßnahmen waren sicher notwendig und sinnvoll. Die Änderungen stellten den Handel und Konsumenten gleichermaßen vor Herausforderungen. Speziell im Einrichtungsfachhandel ist das Einkaufserlebnis wesentlich für den Erfolg. Hier wird nicht ein Produkt XY aus dem Regal genommen und zur Kassa getragen und bezahlt, vielmehr geht es um ein Gesamtkonzept und umfassende Beratung.“ Darüber hinaus herrscht permanente Unsicherheit, auch was die Planung der Händler von SERVICE&MORE betrifft. 
Wimmer wünscht sich hier auch bei anhaltender Pandemie von der Regierung nicht nur mehr Verständnis für den Handel, sondern auch Vorgaben, die – bei allem Verständnis für die benötigte Flexibilität in einer Pandemie – gut nachvollziehbar sind. 
Trotz aller widrigen allgemeinen Umstände rät Wimmer zur Besonnenheit: „Eine gute Portion Gelassenheit und Vertrauen sowie gesunde Reflexion tun uns allen gut. Man muss auch nicht alles kommentieren und lässt am besten Experten reden. Eine positive, optimistische Herangehensweise treibt Projekte in allen Bereichen und Lebenslagen on the long run immer besser an. Und das ist momentan wichtiger denn je, damit es für uns alle wieder aufwärts geht!“

Digitale Tools statt großer Fläche
Während früher die Quadratmeteranzahl der Verkaufsfläche im Einrichtungsfachhandel ein wesentliches Erfolgskriterium darstellte, punkten heute Betriebe mit vernünftigen Größenstrukturen. Mit modernen Tools werden keine 10.000 oder 20.000 m2 benötigt, um Auswahl und Kompetenz zu zeigen. Viel mehr reichen bereits rund 600 m2 im Möbelhandel und rund 200 m2 bei Raumausstattern, um alles präsentieren zu können, was der Kunde für seine Entscheidung braucht. 
Bei SERVICE&MORE beschäftigt man sich seit geraumer Zeit mit einem breiten Spektrum der digitalen Kundenansprache. Mag. Christian Wimmer, Geschäftsführer von SERVICE&MORE: „Wir sehen es als eine der zentralen Aufgaben unseres Verbandes, die Trends in der Branche und am Markt zu erkennen und diese im Sinne unserer Handelspartner rasch umzusetzen und zu nutzen.“ Andreas Schwaiger, Marketingleiter bei SERVICE&MORE, ergänzt: „Unsere Mitgliedsbetriebe wiederum sollen Interessenten mit innovativen Schauraumlösungen begeistern und ihnen besondere Inspirationen bieten. Das Ziel ist es, die Kunden in der analogen Welt dort abzuholen, wo sie in der digitalen Welt längst angekommen sind.“
Daher startete SERVICE&MORE vor rund fünf Jahren seinen Schwerpunkt zur Digitalisierung. Der Verband investiert in neue Technologien wie Virtual Reality und ein digitales Beratungstool, um die Möbelfachhändler und Raumausstatter des Verbandes fit für die Zukunft zu machen. 
Damit digitale Tools auch auf das gemeinsame kaufmännische Ziel einzahlen, muss deren Mix passen. Vor allem aber darf die persönliche Beratung auch weiterhin in keinem Fall fehlen. Denn digitale Maßnahmen können den menschlichen Dialog perfekt ergänzen, aber keinesfalls ersetzen. Es geht nicht nur um Fachwissen, sondern auch darum, Vertrauen aufzubauen und die Beziehung zum Kunden zu festigen. 

Einrichtung trifft Sanitär: Gut aufgestellt und zielstrebig weiter 
Vor rund fünf Jahren erweiterte SERVICE&MORE das Aufgabenfeld um den Bereich Sanitär, Bad und Haustechnik. Wimmer: „Der Trend zum „Gesamtkonzept Bad“ ist nach wie vor ungebrochen – und bei Planung und Beratung kennen wir uns aus.“
In der heimischen Sanitär-, Bad- und Haustechnikbranche, die zu 90 % vom Großhandel bestimmt wird, stellt der Verband eine spannende Ergänzung dar: Er bietet Installateur-Fachbetrieben seine etablierten und erprobten Dienstleistungen wie beispielsweise den gemeinsamen Einkauf, Marketingaktivitäten, Aus- und Weiterbildung und Workshops zum Erfahrungsaustausch, in leicht abgeänderter Form an. Helmut Veigl, Modulmanager Sanitär, Bad, Haustechnik und Möbelhandel beschäftigt sich intensiv mit dem Produktportfolio und ist stets auf der Suche nach außergewöhnlichen Herstellern: „Wir bewegen uns im qualitativ mittleren bis hochwertigen Sortiment und gehen, auch in Anbetracht der bereits vorhandenen Händler, sehr sorgsam in der Auswahl der Lieferantenpartner vor.“ Dazu zählen mittlerweile namhafte Marken wie beispielsweise Palme, Polypex, Duravit, BurgBad und Artweger.

Gesamte Pressemappe zum Download
 

Erfolg mit dem richtigen Partner

SERVICE&MORE wird angetrieben vom eigenen Anspruch, seine Partner erfolgreicher zu machen. 298 Handelspartner, davon 136 Raumausstatter und 162 Möbelhändler, greifen auf den Pacemaker zurück und können nicht nur in ganz Österreich, sondern mittlerweile auch in Südtirol, Slowenien, Kroatien, Tschechien und in der Slowakei dessen Dienstleistungsangebote nutzen.

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